Kanzlei Meinrenken
Fachanwalt für Versicherungsrecht und Fachanwalt für Verkehrsrecht

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Die möglichen Probleme der Unfallversicherung sind ebenso mannigfaltig wie vielschichtig.

Insbesondere ist immer die Frage, ob überhaupt ein Unfall vorliegt, Gegenstand des Streites. Zum anderen ist die Höhe des Ersatzes bei nur teilweise vorliegender Invalidität oder Beeinträchtigung eines Körperteils oft strittig. Schließlich ist natürlich die Geltendmachung der Ansprüche innerhalb der von der Versicherung in den Versicherungsbedingungen gesetzten Fristen generell ein Thema.
Häufig bestehen Unfallversicherungen auch als Gruppenversicherung, so zum Beispiel über Sportvereine, Reiseveranstalter oder Arbeitgeber oder auch Kreditkarten.

Der Begriff des Unfalles ist seit 2008 im Gesetz definiert. Danach liegt ein Unfall vor, wenn der Versicherungsnehmer durch ein plötzlich von Außen auf sein Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet, § 178 VVG.

Invalidität ist die Voraussetzung des Leistungsanspruchs. Strittig sind hierbei insbesondere die Bereiche, in denen es um nur teilweise Invalidität oder aber Invalidität von mehreren Körperteilen geht. Die Gliedertaxe kann dabei nur ein Bewertungsindex sein und ist durch die Rechtssprechung schon in verschiedenen Punkten ergänzt worden.

Typischerweise gibt es die meisten Probleme bei der Feststellung der Invalidität:

Grundsätzlich muss der Unfall dem Versicherer rechtzeitig gemeldet werden, so dass dieser eine ärztliche Bewertung zum Ablauf der Jahresfrist für den Eintritt der Invalidität vornehmen kann. Geschieht dies nicht durch den Versicherer, muss der Versicherungsnehmer unbedingt diese Feststellung selber veranlassen.

Neben der Invaliditätsleistung kennt die private Unfallversicherung viele verschiedene Leistungsarten, die jeweils konkret vereinbart wurden. Zahlungen sind hier nur geschuldet, wenn die zusätzlichen Leistungsversprechen auch im Versicherungsschein ausdrücklich genannt werden.

Zu den typischen weiteren Leistungen neben der Invaliditätsleistung sind aufzuführen:

  •  Übergangsleistungen     
  •  Unfalltagegeld     
  •  Krankenhaustagegeld     
  •  Genesungsgeld     
  •  Todesfallleistungen     
  •  Bergungskosten     
  •  kosmetische Operationen     
  •  Schmerzensgeld     
  •  Pauschalzahlungen bei zum Beispiel Knochenbrüchen    
  • Spezielle Leistungen für Senioren / Kindern unter 16 Jahren