Kanzlei Meinrenken
Fachanwalt für Versicherungsrecht und Fachanwalt für Verkehrsrecht

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Die Krankentagegeldversicherung ist eine Versicherung, die den Versicherungsnehmer vor Folgen des Verdienstausfalles infolge von Krankheit oder Unfällen schützen soll.

Die ersten Streitpunkte treten bereits dann auf, wenn streitig ist, ob der Versicherungsnehmer überhaupt noch am Erwerbsleben teilnimmt. Bei Selbständigen kann immer die Aufgabe der selbständigen Tätigkeit zum Wegfall der Versicherungsfähigkeit führen. Hier gibt es viele Streitfälle, die stets im Einzelnen und konkret geprüft werden müssen.

Die weiteren Streitfälle betreffen dann die Frage nach der Beendigung der Versicherungsleistungen, nämlich dann, wenn der Versicherungsnehmer nicht mehr arbeitsunfähig, sondern nun berufsunfähig geworden ist. Dies wird üblicherweise durch ein Gutachten festgestellt. Dieses Gutachten sollte grundsätzlich immer kritisch hinterfragt werden.

Das Versicherungsunternehmen muss in der Krankentagegeldversicherung zum Beweis der Behauptung, dass bei dem Verischerungsnehmer Berufsunfähigkeit vorliegt, ärztliche Berichte vorliegen, die diese Vorstellung auch rechtfertigen. Dabei ist zu beachten, dass bei einer positiven Feststellung von Berufsunfähigkeit eventuell bereits erbrachte Zahlungen des Krankentagegeldes  an den Versicherer zurückgezahlt werden müssten.

Steht die Vollendung des 65. Lebensjahr bevor, sollte immer geprüft werden, ob eine Fortsetzung der Krankentagegeldversicherung noch sinnvoll ist.

Grundsätzlich ist zu beachten, dass die Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung die Voraussetzung der Fälligkeit der Leistung aus dem Versicherungsvertrag ist. Dies ist jedoch noch kein hinreichender Beweis dafür, dass tatsächlich Arbeitsunfähigkeit besteht. Die Arbeitsunfähigkeit ist, sofern dies streitig ist, immer durch die Einholung eines Sachverständigengutachtens zu erbringen.